Image description

© GemeindebriefDruckerei

An(ge)dacht

Bildbeschreibung

"Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen."


 2. Korinther 13,13

So beendet Paulus seinen zweiten Brief an die Korinther. Wenn ich mir den Vers anschaue, wundere ich mich zunächst über die Reihenfolge, die Paulus wählt. Er erwähnt zuerst den Sohn, dann den Vater, zuletzt den Heiligen Geist. Wir benutzen meistens eine andere Reihenfolge: Vater, Sohn und Heiliger Geist. So beginnen wir den Gottesdienst, so taufen wir, und auch das Glaubensbekenntnis ist in dieser Reihenfolge aufgebaut. Paulus aber war der Glaube an Jesus Christus das Wichtigste, das Herausgehobene, das Neue. Schon sein ganzes Leben lang glaubte Paulus an Gott. So war er aufgewachsen, so hatte er es bei seinen Lehrern gelernt. Aber dann begegnete ihm Jesus und das veränderte sein ganzes Leben. Noch immer glaubte er an denselben, den einen Gott. Aber nun spielte Jesus Christus, der verheißene Sohn Gottes, die entscheidende Rolle. Jesus hatte den Menschen von Gott und seinem Reich erzählt, von Gott als dem liebenden Vater, der seine Geschöpfe, die Menschen, uns, mit sich versöhnen wollte. Jesus war von Gott zu den Menschen gesandt worden, um sie mit Gott zu versöhnen. Versöhnung und Vergebung sind sein großes Thema. Die Liebe Gottes gilt es zu feiern, durch die Gnade Jesu Christi. Das wollte Paulus immer ganz deutlich hervorheben. Jesus Christus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Durch ihn kommen wir zu Gott. Der Heilige Geist vermittelt uns dieses.


An unseren drei großen Festen feiern wir genau das. An Weihnachten feiern wir die Liebe Gottes: Gott hat seinen Sohn gesandt. An Ostern feiern wir die Gnade der Vergebung, die wir durch Jesus Christus erhalten. An Pfingsten feiern wir, dass Gott seinen Heiligen Geist schickt, der uns mit Mut ausstattet und uns als Glaubende miteinander verbindet – über alle (Sprach-)Grenzen hinweg.


Am Sonntag „Trinitatis“ – eine Woche nach Pfingsten – feiern wir alle drei Feste in einem: Gott als den einen Gott, als Vater, Sohn und Heiliger Geist.


Es grüßt Sie 

Antje Hampel