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An(ge)dacht

Wer im Dunkel lebt und wem kein Licht leuchtet, 

der vertraue auf den Namen des Herrn 

und verlasse sich auf seinen Gott. 


Jesaja 50,10

Seit vier Jahren bin ich jetzt bereits in Deutschland. Und immer wieder erlebe ich diese Dunkelheit, in der mir kein Licht scheint. Die Dunkelheit, die mich traurig macht und mir die Hoffnung nimmt. Dann bekommen die Verse aus der Bibel immer wieder eine neue, große Bedeutung. Gott fordert mich auf, auf ihn zu vertrauen. Auch wenn mir kein Licht scheint und alles dunkel ist. Der Spruch aus dem Jesaja-Buch sagt mir: Nicht ich kann die Dunkelheit beenden, sondern Gott schickt das Licht, wenn ich ihm vertraue. Gott hat einen Plan für mich, und deswegen vertraue ich Gott.


Nur weil ich jetzt Christ bin sind meine Probleme nicht einfach weg. Alle Menschen haben Probleme. Aber ich weiß auf jeden Fall, und das ist mir sehr wichtig: Nach meinem Tod bin ich im Licht. Das wurde im Islam in Afghanistan ganz anders gelehrt. Da blieb die Dunkelheit auch nach dem Tod. Aber das Licht gibt es nicht erst nach dem Tod. Es leuchtet auch jetzt immer wieder in der Gegenwart.


Als mein Asylantrag abgelehnt wurde, da war ich traurig. Ich empfand die Dunkelheit als sehr groß. Aber von Jesus Christus wurde ich getröstet. Gott hat mich nicht abgelehnt, es war nur ein Mensch. Ich werde weiterhin Gott vertrauen.


Ein anderes Beispiel: Als meine Mutter einen Schlaganfall hatte, hat Jesus geholfen. Viele aus der Gemeinde haben mit mir für meine Mutter gebetet. Jetzt ist sie wieder gesund. Das Gebet der anderen aus der Gemeinde hat mich unterstützt.


An Weihnachten feiern wir, dass Gott dieses Licht geschickt hat. Jesus Christus ist das Licht, und mit seiner Geburt hat er Licht in die ganze Welt gebracht. Schade, dass nicht alle Menschen daran glauben und stattdessen in ihrer Dunkelheit bleiben.


Ich war mein Leben lang in der Dunkelheit. Aber ich hatte nicht den Freiraum und die Freiheit, meine Religion zu ändern. Ich wusste, mein alter Glaube ist nicht richtig, aber ich wusste nicht, wie ich aus der Dunkelheit rauskommen konnte. Ich bin sehr dankbar, dass ich jetzt in Deutschland lebe und hier Christ werden konnte, dass Jesus mich mit seinem Licht erreicht und meine Dunkelheit beendet hat.

Sakhi

(übersetzt von Nilofar)